
Planche 1 – Die Verhaftung von Aage Ingemann Christensen aus Aabybro
Von einem deutschen Soldaten betrogen.
Am 13. Dezember 1944 wurde der 30-jährige Arbeiter Aage Ingemann Christensen von der deutschen Feldgendarmerie an seinem Wohnort südlich von Aabybro verhaftet. Aage hatte kurz davor eine Pistole für 100 Kronen von einem Soldaten von der naheliegenden deutschen Stellung bei Engelandshus in der Nähe gekauft. Daraufhin hatte der Soldat wahrscheinlich die Pistole als gestohlen gemeldet. Der Soldat bekam seine Waffe zurück – und behielt die 100 Kronen!
An die Gestapo übergeben.
Aage Ingemann Christensen wurde zur Gestapo in Aalborg überführt. Er war nicht nur für den Kauf der Pistole verdächtigt, sondern auch dass er der Widerstandsbewegung angehörte und Waffenlieferungen von den Engländern empfangen hatte.
Das berüchtigte Hauptquartier der Gestapo.
Das Hauptquartier der Gestapo befand sich an zentraler Stelle in Aalborg, Boulevard 27. Es war ein Ort, an dem sich einer aus Nordjütland absolut nicht aufhalten wollte. Denn die Verhöre hier fanden unter Tortur statt.
Im Laufe der 20 Monate, wo sich die Gestapo in Aalborg aufhielt, wurden fast 1100 Personen hier verhört – und viele überlebten nicht.
Foto 1.1: Jugendfoto von Aage Ingemann Christensen. Foto: Kurt Ingemann Kristensen
Foto 1.2 (Karte): Aage Ingemann Christensens Wohnort bei Aabybro Sdr. Kjær.
Foto 1.3: Der kleine Bauernhof Engelandshusvej 36, Aabybro, Sdr. Kær ,wo Aage verhaftet wurde, 1946. Foto: Det Kongelige Bibliotek.
Foto 1.4: Das Hotel, Boulevarden 27 in Aalborg, diente als Gestapo Hauptquartier von September 1943 bis zur Befreiung im Mai 1945. Foto: Aalborg Stadsarkiv.
Planche 2 – Zom Verhör bei der Gestapo
Aage kommt zum Verhört bei der Gestapo
Aage wurde nicht nur wegen des Kaufs der Pistole beschuldigt. Er wurde auch als Mitglied der Widerstandsbewegung verdächtigt. Die Gestapo in Aalborg versuchte unter brutaler Tortur ein Geständnis zu erzwingen. Dabei hatte Aage absolut keine Verbindung zur Widerstandsbewegung, und deshalb leugnete er alles, außer den Kauf der Pistole. Dies provozierte die Gestapo zu noch brutaleren Verhören, da sie überzeugt war, einen wichtigen Widerständler gefangen zu haben.
Im Polizeiprotokoll der späteren Anzeige gegen die Gestapo steht:” Während des Verhörs wurde er einer brutalen Tortur unterzogen, indem man ihn mit einer Stierpeitsche von den Schultern bis zu den Knien ausgepeitschte.“ Polizeiprotokoll 9 Juli 1945.
Fünf Monate in Gefangenschaft.
Nach drei grausamen Verhören war Aage von den Misshandlungen so mitgenommen, dass er weder sitzen noch liegen konnte. Seine Wunden entzündeten sich, aber er bekam keine medizinische Hilfe. Der dänische Dolmetscher wurde mit einer Salbe ins Arresthaus geschickt, um die Wunden zu Pflegen. Aber Aage war wegen seinen Verletzungen so mitgenommen, dass er nicht ins Konzentrationslager Fröslev nahe der deutschen Grenze transportiert wurde. Hier verbrachten viele anderen Gefangene ihre Zeit bis Kriegsende.
Foto 2.1: Aage Ingemann Christensen, geboren am 1 März 1914. Das Foto stammt wahrscheinlich von seinem Ausweis während der Besatzung. Foto: Kurt Ingemann Kristensen
Foto 2.2: Torturwerkzeug, das von der Gestapo i Aalborg benutzt wurde. Foto: Rigsarkivet
Foto 2.3: Aage wurde unter anderem mit einer „Tyremie“ – einer 1 Meter langen Peitsche, die aus dem Geschlechtsteil eines Stieres gemacht ist. Foto: Nordjyske Museer
Foto 2.4: Die vier Gestapoangehörige. die an dem Verhör und der Tortur von Aage beteiligt waren. Arthur Katzemich, Karl Wentzlau, Walther Thiele og den Dolmetscher Gunnar Jensen. Foto: Rigsarkivet.
Planche 3 – Die Flucht der Gestapo nach Vendsyssel
Aage Ingemann Christensen als Geisel
Früh morgens am 5 Mai !945, während die meistens Aalborgenser noch den Rausch von den Feiern zur Befreiung am Vortag ausschliefen, wurden 3 Gefangene, Aage Ingemann Christensen, Nikolaj Frandsen und Niels Eigenbroth, von der Gestapo aus dem Gefängnis in Aalborg geholt und in ein wartendes Fahrzeug geführt. Sie waren jetzt nicht mehr Gefangene – sie waren Geiseln, und sollten den etwa 30 Gestapoleuten den freien Abzug aus Aalborg sichern. Auf dem Dach des Busses befand sich ein MG-Schütze. Der Bus war Teil einer Fahrzeugkolonne, die aus deutschen und dänischen Gestapoleuten bestand, die das Hauptquartier im Zentrum von Aalborg geräumt hatten.
Richtung Brønderslev
Die Fahrzeugkolonne bewegte sich durch Aalborg und kreuzte über die Brücke über dem Limfjord und setzte die Fahrt nach Norden fort. Das Ziel war Brønderslev , 30 Km nördlich. Als die Kolonne etwa auf halber Strecke nach Sulsted kam, begegneten sie ein Flugzeug im Tiefflug. Vom MG-Schützen kam der Ruf:”Los, los. Engländer, Engländer!“ Der Kraftfahrer Emanuel Jensen gab daraufhin Vollgas, während er gleichzeitig versuchte, das Flugzeug im Auge zu behalten. Das musste ja schiefgehen, und er verlor die Kontrolle über das Fahrzeug, das in eine Gruppe von Tannen krachte. Da der Bus nicht weiterfahren konnte, wurden die Geiseln und die Gestapoleute in den übrigen Fahrzeugen verteilt. Einige mussten jedoch auf Fahrzeuge aus Brønderslev warten, die sie abholten.
Die Gestapoangehörigen wurden Wehrmachtssoldaten
Die Fluchtkolonne erreichte Brønderslev, wo sie kurz vor acht in den Hof des Hotel Phönix reinfuhren. Dort hatte der Oberkommandierende der Wehrmacht in Nordjytland, Heinrich von Behr, sein Hauptquartier. Die Gestapoangehörigem bekamen Verpflegung, falsche Papiere und Wehrmachtsuniformen, so dass sie als einfache Soldaten statt kriegsverbrecherischer Angehörigen der Gestapo durchgehen konnten.
Foto 3.1: Der Journalist Niels August Eigenbroth und er Kaufmann Nicolaj Frandsen, saßen beide zusammen mit Aage im Gefängnis in der Kong Hans Gade. Foto: Aalborg Stadsarkiv und Rigsarkivet
Foto 3.2: Kong Hans Gade Gefängnis, 1921. Hier saß ein großer Teil der Häftlinge der Gestapo ein. Foto: Tønnies, Aalborg Stadsarkiv
Foto 3.3: Der Bus nach dem Unglück mit den Tannen bei Sulsted. Foto: Frihedsmuseets Fotoarkiv
Foto 3.4: Aalborg Amtstidende 5. maj 1945.
Planche 4 – Die Geiseln sollten ’hingelegt’ werden
Der Befehl zur Hinrichtung!
Als es Mittag wurde, kamen der Gestapochef Fritz Bolle und sein Stellvertreter Johann Zehetmayer in den Hof im Hotel Phønix in Brønderslev, wo sich die Geiseln unter Bewachung befanden. Hier diskutierten sie, was mit den Geiseln passieren sollte. Die waren jetzt wertlos, da die Flucht ja gelungen war.
Bolle gab den zynischen Befehl, dass sie außerhalb der Stadt gebracht werden und ’hingelegt’ werden sollten – also hingerichtet. Das hörte der dänische Gestapomann Christian Jessen Mikkelsen, der die Hinrichtungsaufgabe übernahm, einen Chauffeur fand und sich dann mit den Geiseln auf dem Weg begab.
Im letzten Augenblick.
Jessen Mikkelsen sah die Möglichkeit mit einem geringeren Urteil bei den zu erwarteten Prozessen davon zu kommen, wenn er die Geiseln entkommen lassen würde statt sie zu Töten. Er setzte sie deshalb bei einem Kaufmann nördlich der Ortschaft Tylstrup ab. Hier konnte Eigenbroth telefonisch Hilfe für den sehr mitgenommenen Gefangene Frandsen und Aage zu holen. Im letzten Augenblick entgingen Aage und seine beiden Mitgefangenen damit den Tod. Die Befreiung fand jetzt auch für sie statt.
Foto 4.1: Gestapochef Fritz Bolle und sein Stellvertreter Johann Zehetmayer. Fritz Bolle wurde vom dänischen Staatsanwalt im Herbst 1945 wegen seiner brutalen Vorgehensweise als der ”vermutlich schlimmste Sadist im Land” bezeichnet. Johann Zehetmayer beging am 6 Mai in Løkken Selbstmord. Foto: Rigsarkivet og Bundesarchiv
Foto 4.2: Der Gestapoangehörige Christian Jessen Mikkelsen mit dem Decknamen Reinert erscheint einerseits als skrupelloser Henker. Andererseits schonte er die Geiseln. Foto: Rigsarkivet
Foto 4.3: Das Hotel Phønix in Brønderslev, wo der Oberbefehlshaber der Wehrmacht in Nordjytland sein Hauptquartier hatte. Foto: Nordjyske Museer
Foto 4.4: Heinrich von Behr, Oberbefehlshaber der Wehrmacht in Nordjytland. Foto: Bundesarchiv
Foto 4.5: Die Zeitung Nordjyllands Socialdemokrat 6. maj 1945
Planche 5 – Wer war Aage Ingemann Kristensen?
Geboren in på Sdr. Kær südlich von Aabybro
Aage wurde am 1 März 1914 geboren. Er wuchs auf einem kleinen Gehöft, Engelundsvej 38, südlich von Aabybro, auf. Nach seiner Konfirmation hatet er erst auf einen Hof gedient, und war anschließend ungelernter Arbeiter u.A. im großen Moor Store Vildmose. Wie so viele Arbeiter in der Zeit hatte Aage im Sommer Arbeit und war oft im Winter arbeitslos.
Körperlich und seelisch gezeichnet
Aage starb am 10 April 1980, 66 Jahre alt. Er litt jahrelang an Herzproblemen. Nach Krieg und Besatzung lebt er ein scheinbar normales Leben. Er heiratete und bekam einen Sohn, Kurt. Aber er sprach nie über seine Erlebnisse während der Besatzung. Wenn der Sohn ihn auf seine sichtbaren Narben ansprach, antwortete er nur :“Das war damals. Heute ist heute.
Der Sohn erzählte später: Aage blieb bei stürmischen Wetter einfach im Bett. Hin und wieder ging er zum Angeln zur nahe gelegene Au Ryå. Aber das Angelgerät kam nie ins Wasser. Stattdessen konnte er stundelang sitzen und die Bäume betrachten. Heute hätte er wahrscheinlich die Diagnose Posttraumatische Belastungsstörung bekommen – aber das kannte man damals nicht.
Entschädigung
Aage bekam 1946 eine Entschädigung von 1050 Kronen zuerkannt (Heute knap 3500 Euro). Gemessen an den Leiden die Aage erlitten hatte, und die Tatsache, dass er fast ein Jahr lang arbeitslos war, kann der Betrag gleichgültig erscheinen. Für Aage war es jedoch ein Zeichen dafür, das sein Leiden anerkannt wurde. Geld konnte sein Leiden sowieso nicht lindern.
Foto 5.1: Heiratsbild von Aage Ingemann Christensen og Oda Thøgersen am 12. Dezember 1949. Foto: Kurt Ingemann Kristensen
Foto 5.2: Aage wurde im Herbst 1947 medizinisch begutachtet. Die Narben, die von der Tortur durch die Gestapo stammten, wurden im Gutachten beschrieben. Foto: Kurt Ingemann Kristensen
Foto 5.3: Das Bild zeigt die Narben, die noch drei Jahre nach der Tortur im Herbst 1947 sichtbar waren. Foto: Nordjyske Museer
Foto 5.4: Brief über die Entschädigung von1.050 kr. Foto:Kurt Ingemann Kristensen.
Planche 6 – Die Widerstandsbewegung bei Saltum
Ein ungleicher Kampf
Als die Gestapo Brønderslev verließ, setzten sie die Flucht in Vendsyssel fort. Wiederholt standen sie örtlichen Widerstandsgruppen gegenüber, die versuchten die Gestapo zu stellen.
Ein Zusammentreffen fand südlich von Saltum, an dem Ort Østrup Bakke, am 5 Mai nachmittags statt. Der Ortskommandant der Widerstandsbewegung in Saltum, K.G. Walting, hatte Nachricht von der Flucht der Gestapoangehörigen erhalten und eine Straßensperre errichten lassen.
Wanting erreichte Østrup Bakke etwa gleichzeitig mit den flüchtenden Gestapoleuten. Ein Widerstandskämpfer hatte einen Baumstamm als Barrikade mitten auf der Straße gezogen. Die Gestapo entdeckten sofort die Gefahr und stiegen schwer bewaffnet aus den Fahrzeugen. Mit Maschinenpistolen und Handgranaten rückten sie gegen die untrainierten Widerstandskämpfer vor.
Lebend davongekommen.
Die Widerstandskämpfer erkannten sofort, dass sie den Kürzeren ziehen würden og entfernten die Straßensperre. Die Gestapo rückte langsam und vorsichtig vo,r und passierten ohne Gegenwehr. Wanting hat in seinen nachfolgenden Rapport erklärt, dass er das Feuer nicht eröffnete, weil er sich nicht sicher war, ob es sich nicht um Wehrachtangehörige handelte. Dazu kam, dass sie gegen erfahrene Soldaten keine Chance hatten.
Die Widerstandskämpfer überlebten und die Gestapoangehörigen konnten die Flucht fortsetzen.
Foto 6.1: Karl Georg Wanting (1907-1995) war der Ortskommandant der Widerstandsbewegung in Saltum und Befehlshaber bei dem Zwischenfall bei Østrup Bakke. Foto: Egnssamlingen i Saltum
Foto 6.2: Die Zeichnung von Georg Wanting, zeigt die Situation bei Østrup Bakke. Foto: Egnssamlingen i Saltum
Foto 6.3: Der Bus den die Gestapo bei der Flucht aus Aalborg benutzte. Hier bei der Polizeiwache in Aalborgt. Foto: Aalborg Stadsarkiv
Foto 6.4: Eine Widerstandsgruppe bewacht die Brücke bei Aggersund, um die Flucht der Gestapo auf diesem Weg zu hindern. Foto: Børge Møller.
Planche 7 – Der dramatische Besuch der Gestapo in Aabybro
Die Flucht geht weiter
Die Gestapo nährten sich Aabybro am Ende des 5. Mai 1945. Bei der Einfahrt zum Ort fing der MG-Schütze auf dem Dach des Busses an, wild um sich zu schießen. Die Mitglieder der Widerstandsbewegung zogen sich daraufhin zurück, um eine Konfrontation zu entgehen.
Kurz vorher hatte die Gestapo einen deutschen Wachposten in der Nähe von Ryå angeschossen. Er hatte wahrscheinlich versucht die Kolonne zu stoppen. Die Gestapo fuhr darauf hin zur deutschen Kommandantur in der Volkshochschule in Aabybro, wo sie Quartier bezog.
Ihr wird um 03.00 erschossen.
Der verwundete Posten wurde zur Schule gebracht. Man beschuldigte die örtliche Widerstandsbewegung für seine Verletzung verantwortlich zu seien, und sie wurden in den nächsten Stunden aufgespürt und gefangengenommen. Ihnen wurde ein Ultimatum gestellt: Entweder den schuldigen Schützen vor 6. Mai. um 03.00 zu benennen, oder alle würden hingerichtet.
Nach dramatischen Verhandlungen gelang es im letzten Augenblick eine Freilassung zu bewirken – mit etwas das fast einer Entschuldigung nahekam. Auch die Wehrmacht musste sich daran gewöhnen, nicht mehr Besatzungsmacht zu seien.
Foto 7.1: Aabybro Volkshochschule, Hauptquartier des deutschen Kommandanten in Aabybro, 1950, 1950. Foto: Historisk Arkiv Hjørring
Foto 7.2: Straßensperre bei der Meierei Aabybro, die von den flüchtenden Gestapoangehörigen passiert wurde. Foto: Lokalhistorisk Forening for Aaby Sogn
Foto 7.3: Die Deutschen verlassen das Land. Hier in Thisted fotografiert. Foto: Frihedsmuseets Fotoarkiv.
Planche 8 – Das Schicksal der Gestapo
Flucht in alle Richtungen.
Die Gestapoleute wurden verschiedene Wehrmachtseinheiten zugeteilt, um mit ihnen nach Deutschland transportiert zu werden. Dieses geschah in Aabybro, Løkken, Fjerritslev og Børglum Kloster. Einige Gestapoangehörige versuchten es stattdessen auf eigener Faust.
In den folgenden Monaten und Jahren wurden weiterhin Angehörige der Gestapo von den Behörden entdeckt und festgenommen. Bei jedem Einzelnen wurde untersucht, ob er wegen Kriegsverbrechen Strafverfolgt werden konnte.
Die Täter und die Strafverfolgung
Aage Ingemann Christensen hatte nach der Befreiung bei den Behörden seine Erklärungen abgegeben und hatte auch mehrmals als Zeuge bei den nachfolgenden Gerichtsverfahren ausgesagt. So wurde der Dolmetscher, Gunnar Jensen, beim Ortsgericht zur lebenslangen Haft verurteilt. Das Landesgericht reduzierte jedoch die Strafe auf 20 Jahren.
Der Gestapoangehörige Walther Thiel wurde zu 14 Jahren beim Ortsgericht verurteilt; das Landesgericht reduzierte die Strafe auf 7 Jahre. Der Gestapoangehörige Karl Wentzlau wurde für seine Verbrechen gegen Aage nie belangt. Allerdings wurde er nach Frankreich ausgeliefert, wo sein Sündenregister um einiges grösser war.
Fritz Bolle war ranghöchste Verantwortliche für die Tortur von Aage und er gab auch den Hinrichtungsbefehl. Er schaffte die Flucht aus Dänemark und lebte unbehelligt in Karlsruhe bis zu seinem Tod im Jahr 1973. Er wurde also nie für seine zahlreichen Verbrechen in Nordjütland zur Rechenschaft gezogen.
Foto 8.1: Børglum Kloster, 1955 fotografiert. Hier versuchten flüchtende Gestapoangehörige sich der örtlichen Wehrmachtsabteilung anzuschließen. Foto Det Kongelige Bibliotek
Foto 8.2: Es gelang dem Gestapochef Fritz Bolle nach Deutschland zu entkommen. Hier lebte er unter falschen Namen bis 1973. Das Bild zeigt ihn bei der Beerdigung zweier Gestapoangehöriger in Frederikshavn, die bei einer Razzia umkamen. Foto: Frihedsmuseets Fotoarkiv
Foto 8.3: Aalborg Amtstidende 21. februar 1946
Foto 8.4: Deutsche Truppen beim Abmarsch aus Dänemark. Unter ihnen versteckten sich auch Gestapoangehörige. Foto: Frihedsmuseets Fotoarkiv